A Turkish Delight! Türkische Süßigkeiten für Genießer

Wir kommen zwar aus Hamburg, dennoch war uns der März eindeutig viel zu kalt. Kein Wunder also, dass uns das Reisefieber packte und nicht mehr losließ, bis es in die letzten Geschmacksknospen vorgekrochen war. Und kaum war das Reisefieber da, war auch schon das Fernweh geweckt, das uns schließlich bis an den äußersten Rand Europas trieb – und dort blieben wir nur allzu gerne. Was wir aus der Türkei, dem Land unserer Wahl, an Premium-Spezialitäten mitgebracht haben, konntet ihr im März in der DELINERO-Box entdecken. Besonders die Variation an Süßigkeiten hat uns die ein oder andere Freudenträne in die Augen getrieben. Doch auch wenn nicht alle Leckereien den Weg in die Box finden konnten, wollen wir euch trotzdem nicht vorenthalten , was die türkische Süßigkeitenwelt sonst noch an Köstlichkeiten zu bieten hat. Wie viele kanntet ihr bereits?

Künefe

Turkish Dessert 

Dieses Dessert aus Antakya wird von manchen nicht nur als Delikatesse, sondern gar als Kulturerbe bezeichnet und rüttelt den deutschen Gaumen mal so richtig wach: Türkische Fadennudeln (Kadayif-Nudeln) treffen hier auf Peynir, einen geriebenen weißen Käse, die mit Pistazien und einer ordentlichen Portion Zuckersirup sowie Butter und Milchrahm Bekanntschaft machen. Mit dieser auch Engelshaare genannten Spezialität, die ganz leicht zubereitet ist und warm aufgetischt wird, lasst ihr eure Freunde oder die Familie Tausendundeine Nacht an nur einem Abend schmecken.  Unser Suchtlevel-Barometer schießt schnurstracks durch die Decke!

Tulumba

Traditional Tulumba

Weit verbreitet in den Balkanländern, ist Tulumba ein klassisches Spritzgebäck, das beispielsweise gerne zum Opferfest gereicht wird. Auch für Teignovizen, die den Backofen gerne meiden, ganz leicht nachgemacht, da die Zutaten sich auf Wasser, Zucker, Zitronensaft, Eier, Mehl, Butter und Zucker beschränken. Die Besonderheit: Der Backofen wird gar nicht gebraucht, denn Tulumba, dessen Name auf den benötigten Spritzbeutel verweist, wird für nur wenige Minuten in Pflanzenfett frittiert. Wenn das Dessert am Ende aussieht wie eine Mischung aus Spätzle und Pommes Frittes, habt ihr alles richtig gemacht.

Güllâç

„Es ist so weiß wie ein Engel und so schmeckt es auch“, soll ein türkischer Ladenbesitzer einst über dieses köstliche Milchdessert gesagt haben. Kein Wunder, denn in Rosenwasser und gesüßte Milch eingelegte Reisblättchen schmecken einfach himmlisch. Mit herrlich sauren Granatapfelkernen und aromatischen Walnusskernen garniert, wird das magenfreundliche Milchdessert vor allem im Fastenmonat Ramadan genossen. Doch nicht nur seine leichte Verdaulichkeit macht den traditionellen Nachtisch zu etwas ganz besonderem. Da seine Zubereitung eine gewisse Fingerfertigkeit erfordert, wird sie in der Regel der Dame des Hauses überlassen. Und so kann Güllâç seit Jahrhunderten selbst Sultane restlos glücklich machen!

Pismaniye

 Pismaniye

Pismaniye ist die wunderbare Variante der hierzulande auf jedem Jahrmarkt verputzten Zuckerwatte. In der Türkei genießt sie allerdings eine deutlich höhere Position im Ranking der beliebtesten Süßigkeiten als ihr europäisches Pendant bei uns. Ein weiterer Unterschied: Pismaniye ist gesünder! Für den unverwechselbaren Geschmack ist türkischer Honig verantwortlich, durch den die Süßigkeit mit einer geringeren Menge an Kohlenhydraten auskommt und weniger klebrig ist. Zudem kleidet sich Pismaniye in verschiedenen Geschmacksrichtungen, bei denen uns  Süßwaren-Suchtis schnell das Herz übergeht. Favoriten sind hierbei Schokolade, Vanille, Haselnuss, Kokosnuss und Pistazie. Das Ganze zergeht dabei ganz leicht im Mund und fühlt sich an, als würde man ein Stück Siebten Himmel naschen.

Helva

Helva ist international wohl eine der populärsten türkischen Süßigkeiten und wird fälschlicherweise oft als „Türkischer Honig“ bezeichnet. Man kann es auf zwei verschiedene Arten zubereiten: Für die Dessert-Version wird Stärke mit Zucker, Butter und Nüssen vermengt und meist zu besonderen Anlässen serviert. Die als Süßware bekannte Variante dagegen wird aus Tahina, einer orientalischen Sesampaste, und Zucker hergestellt und in riesigen Blöcken verkauft. Herrlich krümelig und klebrig sollte man sich den Genuss von Helva bei einer Reise in die Türkei unter keinen Umständen entgehen lassen!

Turkish Delight/Lokum

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Der Name dieses klebrigen Nasch-Spaßes leitet sich von „lokma“, dem türkischen Wort für „Happen“ ab. Die köstlichen Häppchen werden aus einer Mischung von Stärke, Zucker und Mastix, dem Harz des Mastix-Pistazienbaumes, hergestellt. Um den süßen Sirup noch verführerischer zu machen, wird er meist mit Zitronensaft, Rosen- oder Orangenblütenwasser verfeinert und anschließend mit Puderzucker oder Kokosraspeln umhüllt, damit ja nichts an den Finger kleben bleibt. Der arabische Name der Leckerei ist übrigens  „rahat al-hulqum“, also „Vergüngen für den Gaumen“ – und da ist der Name Programm!

Baklawa

Dieses vielschichtige Naschvergnügen findet man seit einiger Zeit nicht mehr nur in den Konditoreien Istanbuls – auch der Imbiss von nebenan kann immer öfter mit der klebrigen Delikatesse aufwarten! Entgegen der mit Honig hergestellten griechischen Version süßt man die Teighäppchen in der Türkei mit „şerbet“,  einem Sirup aus Zucker, Wasser und Zitronensaft. So schmeckt das mit Pistazien oder Nüssen vollendete Gebäck nicht nur sehr viel leichter, die einzelnen Filoteigschichten knuspern sich auch noch verführerischer. Am besten genießt man die süßen Sünden zu einer Tassen schwarzen Tees oder einem echten türkischen Mokka. Afiyet olsun!

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Kati sagt:

    Türkische Sweets sind einfach zum niederknieen und leider selbst kaum nachzumachen. Uso besser wenn man bei Delinero die Leckereien eganz einfach bestellen kann ;-)) Yammy… Ich kann sie nur empfehlen!

    Gefällt mir

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