DELINERO präsentiert: Aurélie Bastians Steinpilz-Quiche

Schlemmen wie Gott in Frankreich, das kann man dank Aurélie Bastian nicht mehr nur in unserem schönen Nachbarland, sondern auch hierzulande. Auf ihrem Blog Franzoesischkochen.de führt die Botschafterin der Cuisine Française in die Geheimnisse des Savoir-vivre ein und präsentiert hier exklusiv ihr Rezept für eine herrliche Steinpilz-Quiche.

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Vor knapp einem Jahrzehnt verschlug die Liebe Aurélie nach Deutschland. Als Heilmittel gegen aufkommendes Heimweh, das die bekennde Wurst- und Bier-Verächterin schnell ereilt haben dürfte, begann sie, die Rezepte ihrer Heimat dem deutschen Gaumen zu präsentieren.  Aus einem Blog mit Anleitungen für Tartelettes, Macarons und Coq au Vin entwickelte sich ein kleiner Online-Shop für französische Küchenutensilien und eine  eigene Kochshow beim MDR. Jeden Freitag stellt die studierte Heil- und Sozialpädagogin in ihrer Sendung „Die fabelhafte Welt der Aurélie“ einen Gaumenschmaus vor, der Produkte aus der Region Sachsen-Anhalt mit französischer Küchenkunst verbindet. Und siehe da,  bei ihrem „Poulet à la Biere“ fließt dann doch ganz heimlich das urdeutsches Gut in den Suppentopf. Aurélie nimmt’s mit Humor, denn Austern und Froschschenkel mag die charmante Französin ebenso wenig.

Wenn sie nicht gerade zu Daft Punk oder Aretha Franklin um die Töpfe tanzt, schreibt die Selfmade-Köchin an ihren Back- und Kochbüchern oder unterrichtet in ihrer Kochschule „Französisches Koch- und Backatelier“ wissbegierige Hobby-Gourmets. Für DELINERO hat sie nun exklusiv ein Rezept entwickelt, das den Gaumen im Handumdrehen frankophil werden lässt:


Steinpilz-Quiche mit Feigen und Roquefort

Zutaten (Für 4-6 Personen):

Für den Boden:
250 g Mehl
125 g Butter
1 Ei
50 g Comté
etwas Pfeffer
1 TL Steinpilz-Salz
Für die Füllung:
350 g cremiger Quark (oder griechischer Joghurt)
20 g getrocknete Steinpilze
½ TL  Thymian
1 Ei
Für den Belag:
6 Feigen
100 g Roquefort
Für die Vinaigrette:
1 TL körniger Senf
2 EL Balsamico Essig
3 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Utensilien: Entweder ein 2 x 16 cm breiter Quichering oder ein 24 cm großer Quichering.

Zubereitung:

Schritt 1: Der Boden
Das Mehl zusammen mit der Butter, einem Ei, dem geriebenen Comté, dem Steinpilz-Salz und Pfeffer mischen (Foto 3) und kneten, bis ein schöner, gleichmäßiger Teig entsteht.

Den Teig dann 0,5 cm dünn ausrollen (Foto4), ihn auf eine Form legen und die Ränder sauber abschneiden. Den Boden leicht mit einer Gabel anstechen.  (Foto5 ) Jetzt den Teig mit Backpapier bedecken (Foto 6) und  mit Linsen beschweren (Foto7). Dann wird der Boden bei 180°C Umluft in einem vorgeheizten Backofen 10 Minuten lang gebacken. Nach 10 Minuten kommen die Linsen und das Backpapier weg und er wird weitere 10 Minuten gebacken. (Foto 8)

Schritt 2: Die Füllung
Kochendes Wasser auf die getrockneten Steinpilze gießen und sie 10 Minuten ziehen lassen.  Den Crème-Quark mit dem Ei, einer Prise Steinpilz-Salz und Pfeffer verrühren. Dann die Pilze durch ein Sieb geben. Die Pilze kleinschneiden und sie zu der Crème dazugeben (Fotos 9 und 10). Die Crème jetzt auf den vorgebackenen Boden gießen und das Ganze 25 Minuten lang bei 180°C Umluft backen (Foto12).

Schritt 3: Die Vinaigrette
Den körnigen Senf mit 3 EL Olivenöl zusammenrühren, dann 2 EL Balsamico Essig dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Schritt 4: Basteln
Nach der 25-minütigen Backzeit kommen die in Viertel geschnittenen Feigen auf die Quiche und das Ganze wird noch 10 Minuten weiter gebacken.

Vor dem Servieren auf der warmen oder kalten Quiche den Roquefort in kleinen Stückchen gleichmäßig auf die Feigen verteilen. Die Quiche mit etwas Salat mit Vinaigrette und etwas geräuchertem Schinken servieren. Dazu würde ich einen roten Bordeaux empfehlen, am besten einen „Côte de Saint Mont“, der aus dem Nachbarort von Saint-Emilion kommt. Seine fruchtige Note passt perfekt zu der Quiche und dem Schinken.

Diese Quiche würde ich ganz und warm als kleine Abendmahlzeit reichen oder in kleinen Stücken kalt als Aperitif servieren. Bon Appetit!

Tipp: Hier klicken, um die praktische Druckversion des Rezepts zu erhalten. 



Aurelie Bastian


DELINERO fragt: Welche Zutaten haben dir am besten gefallen und warum?

„Ich bin vom Steinpilz-Salz total begeistert gewesen. Man braucht wirklich nur eine ganz kleine Prise. Der Steinpilz-Geschmack kommt wirklich schön intensiv raus! Es war eine große Überraschung.

Ich war ebenfalls sehr zufrieden mit dem Olivenöl. Es schmeckt so aromatisch, dass man es auch einfach pur auf einem frischen Stück Baguette essen kann.

Und selbstverständlich war der Roquefort ein Traum. Würzig und kräftig, wie man es sich wünscht, ohne bissig zu sein. Er hat perfekt zu den Feigen gepasst.“

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Anne sagt:

    Toller Beitrag!!

    Gefällt mir

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