Aus Liebe zur Schokolade: Interview mit LE CHOCOLAT DES FRANCAIS

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Mit seinen besten Freunden Zeit verbringen, Kontakt mit berühmten Künstlern haben und dabei ständig Schokolade essen – das klingt nach einem absoluten Traumjob! Bei Le Chocolat des Français lebt man für die Beaux Arts genauso wie für die beste Kakaobohne. Französische Maler und Zeichner aller Couleur verewigen sich auf den individuell bedruckten Umhüllungen, die handgemachten, anspruchvollen Schokoladengenuss aus regionalen Zutaten einkleiden. Jedes Stück ist hier ein Stück Frankreich. Nicht umsonst lautet ihr Slogan: Le bon, le beau & le made in France. Ob es bei den drei Franzosen von Le Chocolat des Français tatsächlich so freundschaftlich einhergeht und was ihre Tafeln Schokoglück so besonders macht, plaudert der Directeur Général Vincent Muraire aus.

 

Kunst und Schokolade – wie kommt man dazu, diese zwei wunderbaren Dinge miteinander zu kombinieren?

Die zwei Gründer von Le Chocolat des Français, Paul und Matthieu, haben sich während ihres Kunststudiums in Paris kennengelernt. Abgesehen von ihrer Leidenschaft für die Kunst haben sie relativ schnell eine weitere Gemeinsamkeit festgestellt: ihre Liebe zur Schokolade. Beide haben immer davon geträumt, ihre eigenen Schokoladenkreationen herzustellen. Das war der Grundstein für Le Chocolat des Français. Als sie dann endlich ihren Abschluss in der Tasche hatten, war klar, dass sie ihre zwei Leidenschaften verbinden wollen: Kunst und Schokolade. Und so entschieden sie sich, Le Chocolat des Français zu gründen. Die zwei Grundpfeiler sind heute in der Identität und dem Erscheinungsbild der Marke sehr präsent. Das Projekt war von Anfang an eine reine Herzensangelegenheit, weshalb alle unsere Schokoladensorten handgemacht und von höchster Qualität sind, worauf wir besonderen Wert legen.

Le chocolat des Françai

Le Chocolat des Français entstand aus der Idee zweier Freunde, ihren zartschmelzenden Traum der eigenen Schokolade zu verwirklichen. Wie schafft ihr die Balance zwischen Freundschaft und Geschäftsbeziehung?

Es läuft wirklich gut und ist tatsächlich ziemlich unkompliziert. Paul und Matthieu kennen sich sehr gut und ergänzen sich perfekt, was die Atmosphäre bei der Arbeit wirklich angenehm macht. Paul ist vor allem für den künstlerischen Teil zuständig. Er kümmert sich um die visuelle, künstlerische Komponente der Schokolade. Matthieus Bereich ist das Business Development. Ich kam ein paar Monate nach Gründung der Firma dazu und bin derjenige, der sich mit den Finanzen und den administrativen Aufgaben bei Le Chocolat des Français auseinandersetzt. Wir sind eben Freunde, die sich auch geschäftlich perfekt ergänzen.

Die Verpackungen eurer Schokoladentafeln werden von französischen Künstlern gestaltet. Wie genau funktioniert die Zusammenarbeit?

Die künstlerischen Kreationen sind einer der wichtigsten Aspekte unserer Marke. Es begann ja alles mit Pauls und Matthieus künstlerischem Hintergrund von der Kunsthochschule. Ganz am Anfang kollaborierten sie hauptsächlich mit ehemaligen Kommilitonen und nutzen ihr eigenes soziales Netzwerk, um Künstler zu finden. Als das Projekt wuchs, erreichten sie immer mehr Künstler, darunter auch sehr bekannte Persönlichkeiten wie Zep, den Erfinder von „titeuf“, einem sehr bekannten französischen Comic, oder zeitgenössische Künstler wie Hervé Di Rosa und André Saraiva. Sie wollten alle Teil des Abenteuers werden. Es lief eigentlich wie von selbst, denn Schokolade ist etwas, das jeder mag. Und für die Künstler ist die Arbeit mit uns eine Art Freiraum. Es ist ein Spaß-Projekt, denn sie können einfach ihre Kreativität sprechen lassen. Die meisten empfinden es als Abwechslung zu normalen Auftragsarbeiten. Daher haben wir mittlerweile das Glück, dass verschiedenste Künstler uns ansprechen, um mit uns zu arbeiten. Das ist ein ziemlich cooler Aspekt unserer Arbeit!

Nach welchen Kriterien entscheidet ihr, wer für euch arbeiten darf?

Wir haben keine festen Richtlinien, an die wir uns halten. Wenn wir mögen, was ein Künstler macht – und dabei ist es ganz egal, ob er bekannt ist oder ein Kunststudent – sagen wir einfach „Ok, lass uns zusammenarbeiten!“ Wenn wir wissen, dass die Arbeit des Künstlers toll ist und gut zu uns passt, läuft es quasi von allein.

Wenn du irgendeinen Künstler wählen könntest, tot oder lebendig, wen würdest du für ein Schokoladendesign engagieren?

Das ist eine ziemlich schwierige Frage! Ich denke zwar, dass Paul als Experte geeigneter wäre, sie zu beantworten, aber wenn ich wählen müsste, dann würde ich den Bildhauer und Künstler Richard Orlinski nehmen. Wir würden ohnehin gerne mit ihm arbeiten, denn wir mögen seine Kunstwerke sehr. Aber wie ich schon sagte, wir sind stets offen für Neues.

Le chocolat des Françai

Das Design eurer Schokoladenkreationen ist sehr französisch und kokettiert mit nationalen Klischees. Ist das Zufall oder künstlerisches Mittel?

Das war tatsächlich unsere Intention. Le Chocolat des Français ist „Made in France“, wie auf jeder einzelnen Tafel Schokolade deutlich zu lesen ist. Das bedeutet im Klartext, dass sowohl unsere Schokoladenfabrik als auch die Druckerei in der Nähe von Paris liegen. Es ist uns wichtig, dass die Marke durch und durch französisch ist. Darum haben wir uns entschieden, das typische Image von Frankreich und Paris ein bisschen neu zu erfinden und unsere Produkte damit zu schmücken. Das ist auch der Grund warum das Briefing der Künstler nicht mehr als drei Worte notwendig macht: Schokolade, Frankreich und Paris. Das ist eine der Motivationen, warum viele Künstler so gerne mit uns zusammenarbeiten, denn wir lassen ihnen sehr viel Freiheit, ihre Kreativität selbst sprechen zu lassen. Diese drei Begriffe ermöglichen einen enormen Interpretationsspielraum, der weit über das Pariser Schoßhündchen, den Eiffelturm und das Mädchen mit dem geringelten T-Shirt hinausgeht, sie aber auch nicht ausschließt. Die Möglichkeiten sind absolut vielfältig.

Da wir schon von Design reden: Wie kommt es, dass ihr euch für einen Frosch als Logo entschieden habt?

Dadurch wollen wir unseren Nationalstolz ein wenig augenzwinkernd betrachten. Früher wurden die Franzosen von den Briten als „Froschfresser“ bezeichnet. Wir fanden es amüsant, diesem historischen Bruderzwist seine Schärfe zu nehmen, indem wir den Frosch in unsere Identität integrieren.

Welche Köstlichkeiten hält Le Chocolat des Français in Zukunft für Genießer bereit?

Da das Unternehmen immer mehr wächst, möchten wir, dass unsere Schokolade mit französischen, regionalen Zutaten assoziiert wird. Unser bestes Beispiel hierfür ist die Sorte mit gesalzenem Milchkaramell, die als erstes in diese Richtung ging. Wir würden das gerne für all unsere Produkte umsetzen. Aktuell arbeiten wir an einer dunklen Schokolade mit Meersalz aus der Camargue und einer Kreation mit karamellisierten Haselnüssen aus Südwest-Frankreich. Außerdem ist eine Sorte mit calisson d’Aix in Arbeit, einem provenzalischen Konfekt mit Mandeln, Melone und Orange.

Wenn man den ganzen Tag mit Schokolade zu tun hat, kann man sie dann eigentlich noch genießen?

Ich würde sagen, wir haben den besten Job der Welt, gerade weil wir Schokolade essen können, wann wir wollen – und wir können einfach nicht genug bekommen. Das liegt natürlich auch daran, dass unsere Schokolade einfach die beste ist (lacht). Also, nein, wir haben definitiv nicht genug von Schokolade, vor allem weil wir immer neue Geschmacksrichtungen und Zutaten entdecken. Es ist einfach eine Leidenschaft für uns!

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