Pastrami: Die New Yorker Delikatesse im Portrait

Im Stullen-Universum ist es ohne Frage ein Star: Das Pastrami-Sandwich. Ursprünglich eine rumänische Tradition, um Rindfleisch länger haltbar zu machen, ist Pastrami in den Delis New Yorks mittlerweile heiß begehrt. Wir ermöglichen euch ganz exklusive Einblicke in den Werdegang dieses modernen Klassikers und verraten, wie ihr euch von seinem kosmopolitischen Glamour ganz einfach Zuhause eine köstliche Scheibe abschneiden könnt.

DSC_7222.1

Der Weg zum Erfolg…          

… war für die Pastrami buchstäblich ein weiter. Denn selbst, wenn das würzige Fleisch heute vor allem als New Yorker Delikatesse bekannt ist; seinen Anfang nahm die Fleischspezialität in Rumänien. Und zwar relativ unglamourös: „Pastramă“ bedeutet nichts anderes als einmachen oder konservieren. Bevor moderne Kühlschränke unsere Küchen revolutionierten, musste man sich andere Lösungen einfallen lassen, um Fleisch länger genießen zu können. So kam es, dass die Rumänen einst ihr rohes Rindfleisch ausgiebig mit Salz und kräftigen Gewürzen marinierten, es mehrere Stunden räucherten und anschließend kochten.

Neben der verlängerten Haltbarkeit verwandelte dieses aufwendige Prozedere das Fleisch, das hauptsächlich aus Brust oder Schulter stammt, in einen würzig-rauchigen Genuss. So schaffte das gepökelte Rindfleisch gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Gepäck jüdischer Auswanderer nicht nur den Sprung über den Atlantik. Kometenhaft stieg es auch gleich zum Lieblingsbelag auf den Sandwiches New Yorker Delis auf. In einem solchen, genauer gesagt im legendären „Katz’s Deli“, wird das Pastrami-Toast-Duo 1989 sogar zum Filmstar gecastet. Als Meg Ryan alias Sally in der berühmten Szene aus „Harry und Sally“ einen Orgasmus vortäuscht, genießt das Sandwich auf ihrem Teller einen Logenplatz.

Dabei ist es selbst so lecker, dass auch wir uns einige genussvolle Seufzer während des Essens nicht verwehren können. Zum Glück gilt beim klassischen Pastrami-Sandwich: Klotzen statt kleckern. Denn egal ob mild als „American“-Style oder in der pikanten „New York“-Variante – gerne verirren sich zahlreiche zarte Scheiben zwischen die Schnitten. Appetit bekommen? Wir zeigen euch, wie ihr das Sandwichidol ganz einfach nachzaubern könnt!

DSC_7250.1

New  York-Style Pastrami Sandwich

Krautsalat

150 g Weißkohl
1 Möhre
5 EL Mayonnaise
1 TL Senf
1 TL Meerrettich (fein gerieben)
1 Spritzer Weißweinessig
Salz
Pfeffer
Zucker
1 Apfel
Schnittlauch

DSC_7210.2

Dressing

4 EL Mayonnaise
2 EL Tomatenketchup
1 EL Zwiebel-Chutney
1 Spritzer Weiweinessig, Tabasco und Worcestersauce

Anrichten

600 g Pastrami
Brühe
10 Scheiben Roggentoast oder Roggenbrot
60 g reifer Emmentaler (gerieben)

DSC_7275.1

Zubereitung:

Schritt 1: Krautsalat 
Den Weißkohl in sehr feine Streifen schneiden und salzen, dann weichkneten oder stampfen. Die Möhre schälen, raspeln und mit dem Kohl vermischen. Aus  Mayonnaise, Senf und fein geriebenem Meerrettich eine Sauce anrühren. Mit einem Spritzer Weißweinessig, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen. 
Anschließend Kohl und Möhren damit vermengen. Den Apfel schälen, grob raspeln und untermischen. Evtl. nochmals nachwürzen. Einige Halme Schnittlauch in Röllchen schneiden und untermengen.

Schritt 2: Russian Dressing 
Mayonnaise mit Tomatenketchup und süßem Relish/Chutney nach Wahl verrühren. Die Sauce mit je einem Spritzer Weißweinessig, Tabasco und Worcestersauce abschmecken.

Schritt 3: Anrichten 
600-800 g Pastrami am Stück mit zweifingerhoch Brühe im geschlossenen Bräter im Ofen bei 80°C 30-40 Minuten erwärmen. Herausnehmen. 8-12 Scheiben Roggentoast oder Roggenbrot (wahlweise Toastbrot) hell antoasten. Alle Scheiben mit Russian Dressing bestreichen, dann mit geriebenem, reifem Emmentaler bestreuen und mit etwas Krautsalat belegen. 
Scheiben auf einem Blech mit Backpapier im Ofen unter dem Grill kurz rösten, bis der Käse schmilzt. Das Fleisch so dünn wie möglich aufschneiden (am besten mit der Aufschnittmaschine), die Scheiben versetzt gefaltet auf der Hälfte der Brote anrichten. Mit übrigem Krautsalat und Gewürzgurken servieren.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s