Edles aus der Erde – Trüffel trumpft!

Eine ästhetische Meisterleistung ist er nicht gerade, dafür aber umso mehr eine aromatische: Der Trüffel. Ein Pilz, über den man getrost sagen könnte, dass er aufgrund seiner äußeren „Schönheit“ unter der Erde wächst, um Spaziergängern seinen knolligen Anblick zu ersparen –  dabei ist so viel Zurückhaltung gar nicht nötig. Denn dieses natürliche Luxusgut beweist einmal mehr, wie sehr man mit inneren Werten glänzen kann.

Denn Trüffel gehören zu den hochpreisigsten Genüssen, mit denen wir besondere Momente veredeln können: Je nach Sorte und Qualität bezahlt man für 100 Gramm schon zwischen 30 und 150 Euro – mit viel Raum nach oben. Die wertvollsten Trüffelsorten sind schwarzer und weißer Trüffel. Während ersterer dank seines intensiven Aromas gerne mitgegart wird, hobelt man den feineren, weißen Trüffel ausschließlich kurz vor dem Servieren über die Gerichte. Geerntet wird von Oktober bis Silvester, die Saison des schwarzen Trüffels beginnt im Dezember und endet Mitte März. Ein halbes Jahr später kann man allerdings noch in den Genuss seiner australischen Artgenossen kommen. Hier im Westen des Landes, aber auch im französischen Périgord, in der Nordprovence, im italienischen Piemont und der Region um Bologna findet man die begehrtesten Exemplare. Sind sie erst einmal geerntet heißt es: Nicht lange fackeln, schnell genießen! Denn ihr intensives Aroma ist ein umtriebiger Geselle. Allzu schnell verflüchtigt er sich, selbst, wenn der Trüffel luftdicht in einem Glas im Kühlschrank aufbewahrt wird.

Der richtige Riecher – so findet man Trüffel

So selten – so teuer. Anders als herkömmliche Pilze entdeckt man Trüffel nicht beim einfachen Waldspaziergang. Da sie unterirdisch an den Wurzeln von Eichen, Pappeln, Linden und Weiden wachsen, setzen Trüffelsucher auf tierische Hilfe, die die Köstlichkeiten in ihren Verstecken erschnüffeln. Wer kennt es nicht, das Trüffelschwein? Ein Job, den jedoch nur Sauen ausüben können. Und der doch irgendwie undankbar ist: Denn hat die geschlechtsreife Sau den Trüffel dank seines Eber-ähnlichen Dufts erschnuppert, darf sie ihren gefunden Schatz nicht selbst verspeisen, sondern wird in ihrem Eifer vom Trüffelsucher ausgebremst, der die Kostbarkeiten schnell einsammelt. Deshalb kommen mittlerweile auch immer mehr speziell trainierte Hunde zum Einsatz, die die Fährte der Trüffel aufnehmen können. Aus dem dunklen Erdreich geborgen, verwöhnt in der Küche dann ein exzellenter, einzigartiger Geschmack die Gourmetgaumen.

Gerichte mit Trüffel zeichnen sich meist durch ihre Reduziertheit aus: Wenige, äußerst hochwertige Zutaten tragen das exquisite Trüffelaroma in himmlische Genusshöhen empor. Mit unseren simplen, aber geschmacklich umso raffinierteren Rezepten schwebt auch Ihr garantiert auf Wolke 7! Viel Spaß beim Kochen und Verlieben – äh, Genießen!

 

Rezepte mit Trüffel

Trüffelpasta:

Zutaten (für 2 Personen):

Schritt 1: Etwa 2,6 Liter Wasser in einem großen Topf auf dem Herd zum Kochen bringen, großzügig salzen.

Schritt 2: Die Rotweinnudeln in das kochende Wasser geben und nach Packungsanweisung garen. Abtropfen lassen und zurück im Topf mit der Trüffelcreme vermengen.

Schritt 3: Mit dem Trüffelsalz abschmecken und mit etwas gutem Olivenöl und frisch geriebenem Parmesan servieren.

Trueffelpasta_013

 

Omelette aux Truffes:

Zutaten (für 2 Personen):

Schritt 1: Mit der Vorbereitung am besten schon am Vorabend, bzw. morgens beginnen, wenn dieser herrlich simple Trüffeltraum abends gereicht werden soll. Eier in eine Schüssel aufschlagen. Das Glas mit den Trüffelscheiben mit lauwarmem Wasser füllen und vorsichtig verrühren.

Schritt 2: Trüffel zu den Eiern in die Schüssel geben und das ganze abgedeckt für mindestens 12 Stunden oder über Nacht kühl stellen.

Schritt 3: Die Masse kurz mithilfe einer Gabel verquirlen, salzen und pfeffern. Eigelb und Eiweiß sollten sich dabei noch nicht komplett zu einer einheitlichen Masse verbinden.

Schritt 4: Etwas Öl in einer schweren, tiefen Pfanne erhitzen. Die Eimasse nach und nach in das heiße Öl geben und nacheinander Omeletts ausbacken. Sobald die Unterseite zu stocken beginnt, die Temperatur auf niedrige Stufe herunterschalten und ca. 5 Minuten weitergaren.

Schritt 5: Mithilfe eines Tellers das Omelett wenden und von der anderen Seite ebenfalls braun garen. Innen sollte es noch leicht feucht sein.

Schritt 6: Die fertigen Omeletts hauchdünn mit Butter glasieren und noch heiß servieren.

Buon Appetito!

TrüffelOmelette

 

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