Baltikum

Genussreisende aufgepasst, unsere kulinarische Reise mit der DELINERO-Box verschlug uns im Mai in den Nord-Osten Europas. Dabei gaben wir uns diesmal nicht etwa mit einer einzelnen Nation zufrieden, sondern bereisten gleich drei Länder, die sich mit melodischem Namen zu einer Region zusammenschließen: Das Baltikum!  Mit der Frage im Gepäck, was sich – vor allem kulinarisch – hinter diesem abstrakten Begriff verbirgt, zogen wir los nach Estland, Lettland und Litauen. Die Antwort auf unsere Frage hatte viele Facetten. Doch ob cremig, knusprig oder maritim, die Reise ins Baltikum zeigte vor allem, dass Einheit nicht unbedingt Gleichheit bedeutet. Denn so nah sich die drei Nationen auch stehen, in genießerischer wie kultureller Hinsicht hat jedes Land seine ganz persönlichen Besonderheiten zu bieten. Ob Forellenkaviar, Brottrunk oder Waldpilze – die folgenden fünf Rezepte bringen das reine Aroma des Baltikums direkt auf den heimischen Teller. DELINERO wünscht guten Appetit!

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Gemüsesuppe Grybienè
Blinis mit Forellenkaviar
Müslikekse
Dinkel-Brot mit Kwas
Baltischer Kartoffelsalat


Gemüsesuppe Grybienè

Obwohl die baltische Küche stark von deftigen Fleischgerichten geprägt ist, geht die Landschaft mit ihren beeindruckenden Wäldern und facettenreichen Flora nicht spurlos an der regionalen Kulinarik vorbei. Ganz im Geiste der klassischen, vegetarischen Seite der regionalen Küche verkünden die getrockneten Herbsttrompeten klangvoll ihre Hauptrolle in diesem ebenso simplen wie schmackhaften Rezept. Eine Gemüsesuppe par excellence!

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Zutaten (Für 3 Personen):

25 g getrocknete Herbsttrompeten
etwas Wasser
1 Stück Butter
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Bund frischer Dill
1 Thymian-Zweig
4 Frühlingszwiebeln
2 l Gemüsebrühe
4 kleine Kartoffeln
2 Karotten
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

1. Die Pilze in eine Schüssel geben und für 30 Minuten mit Wasser bedecken. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken, währenddessen Butter und Olivenöl in einem Topf zerlassen. Zwiebeln und Knoblauch kurz andünsten, dann die eingeweichten Pilze abgießen und mitbraten.

2. Die Kartoffeln und Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Kräuter und Frühlingszwiebeln hacken (wer mag, kann etwas Dill und Thymian als Dekoration aufbewahren), mit in den Topf geben und alles für etwa 2 Minuten weiter braten. Nun die Kartoffeln und Möhren hinzugeben und alles mit der Gemüsebrühe ablöschen.

3. Die Suppe für etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse durchgegart ist. Alles mit Pfeffer und Salz abschmecken und noch heiß anrichten. Besonders köstlich ist die Suppe, wenn man sie mit saurer Sahne und knusprigem Bacon serviert. Guten Appetit!


Blinis mit Forellenkaviar

Was für den Amerikaner „Pancakes“ und für den Niederländer „Poffertjes“ sind, nennt sich im baltischen Raum „Blinis“. Doch egal wie man die kleinen Teigfladen nun nennen möchte – sie sind schnell gemacht und in unterschiedlichster aromatischer Begleitung eine Bereicherung für jeden  kulinarischen Anlass. Zur Feier des Tages servieren wir die Pfannküchlein mit Forellenkaviar und Schmand – weniger kann eben doch so viel mehr sein!

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Zutaten (4 Personen):

100 ml Milch
2 Eier
100 g Mehl
1 TL Salz
1 TL Backnatron
3 EL Olivenöl
1/2 Bund Schnittlauch
150 ml Schmand oder Saure Sahne
1 Glas Forellenrogen

Zubereitung:

Schritt 1: Die Milch mit Eiern, Mehl, Salz und Backnatron in eine Schüssel geben und gut verrühren. Beiseite stellen und etwa 30 Minuten gehen lassen.

Schritt 2: Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Den Teig noch einmal gründlichdurchrühren und mithilfe eines Esslöffels etwa 15 kleine Teigfladen in die Pfanne(n) geben. Von jeder Seite etwa 2 Minuten goldbraun ausbacken und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Schritt 3:  Während die Blinis backen, den Schnittlauch fein hacken. Die fertigen Blinis auf Tellern anrichten und jeweils mit einem Klecks saurer Sahne sowie Forellenkaviar bestücken und mit etwas Schnittlauch bestreut servieren. Nach Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen, der Rogen selbst kommt allerdings bereits vorgesalzen.


Müslikekse

Man kennt es morgendlich mit Milch oder als Snack für Zwischendurch in Riegelform, doch als Keks wurde das Potenzial von Müsli bisher größtenteils verkannt. Wir haben die köstlichen Cerealien in unwiderstehliche Gesellschaft gebracht: Mit Kokosflocken, Cranberries und Nüssen erstrahlt das Müsli endlich in dem Glanz, den es verdient, und kann prompt als Frühstück oder Snack überzeugen. Wir wünschen fröhliches Krümeln!

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Zutaten (Für 4 Personen):

50 g Müsli „Light“
50 g Nüsse
50 g Kokosraspel
50 g getrocknete Cranberries
2 Eier
1 Prise Salz
1 EL Zimt
2 EL Honig oder etwas Agavendicksaft
nach Belieben Trockenfrüchte oder Schokolade

Zubereitung:

1. Die Nüsse und die Cranberries fein hacken. Die Eier in einer Schüssel aufschlagen, dann das Müsli sowie Nüsse, Kokosflocken und Cranberries hinzugeben. Mit einer Prise Salz und Zimt vermischen. Den Honig hinzugeben und alles gut durchrühren.

2. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mithilfe eines Teelöffels kleine Teigkleckse darauf verteilen, bis kein Teig mehr übrig ist. Bei 180°C etwa 15 Minuten backen, bis die Kekse goldbraun aussehen. Abkühlen lassen und mit Marmelade bestrichen, in Milch getunkt oder einfach pur genießen.


Dinkel-Brot mit Kwas

Hier kommt zusammen, was zusammengehört: Selbstgemachtes Dinkelbrot trifft auf baltischen Brottrunk, der dem leckeren Laib eine feine Säure verpasst. Mit Fenchel- und Chiasamen, Thymian und Sonnenblumenkernen entsteht so ein kleines Kunstwerk, dass die Geschmacksknospen staunend zurücklässt.

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Zutaten (Für einen Laib):

350 g Dinkelmehl
100 ml Kwas
20 g Hefe
1 TL Honig
1 TL Salz
1 EL Sonnenblumenöl
1 EL Sonnenblumenkerne
1 TL Fenchelsamen
1 EL Chiasamen
1 TL getrockneter Thymian

Zubereitung:

Schritt 1: 100 g Mehl zusammen mit dem Kwas in eine Schüssel geben und an einem warmen Ort für etwa 4 Stunden gehen lassen. Nach Ablauf der Zeit 125 ml warmes Wasser mit der Hefe mischen, den Honig dazugeben und alles gut verrühren. Die restlichen Zutaten mit dem Hefemix vermengen, zum Kwas-Ansatz geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.

Schritt 2: Die Kastenform mit Backpapier auslegen, den Teig in die Form geben und weitere 45 Minuten gehen lassen. Anschließend eine Tasse mit Wasser in den Ofen stellen, das Brot längs mit einem befeuchteten Messer einschneiden und auf mittlerer Schiene etwa 40 Minuten backen.

Schritt 3: Wenn es schön knusprig und goldbraun ist, aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten ruhen lassen, damit es sich leichter aus der Form stürzen lässt. Vor dem Verzehr auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

Tipp: Als Sandwich mit einem Klecks Premium Mayonnaise schmeckt das Dinkel-Kwas-Brot besonders gut!


Baltischer Kartoffelsalat

Ein Klassiker der Hausmannskost ist auch hierzulande der Kartoffelsalat. Diese Variante mit Gurke, Radieschen, Ei und Erbsen mag zwar mit wenig Extravaganz auftrumpfen, überzeugt aber mit ebenjener Schlichtheit als bodenständige, handfeste Mahlzeit und zuverlässige Beilage zu verschiedensten Gerichten!

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Zutaten (Für 4 Personen):

300 g Kartoffeln
200 g Saure Gurken
150 g Erbsen, gegart
100 g Radieschen
2 Eier
1/2 Zwiebel
2 EL Petersilie

Für das Dressing:
150 g Saure Sahne
150 g Premium Mayonnaise von Vilnius majonezo gamykla
Salz
Zucker
Senf

Zubereitung:

Schritt 1: Die Kartoffeln und die Eier garen. Währenddessen die Zwiebel schälen und fein würfeln, Gurken und Radieschen ebenfalls gabelgerecht schneiden. Sobald die Kartoffeln gar sind, abgießen und auskühlen lassen. Falls frische Petersilie verwendet wird, sollte sie gewaschen und fein gehackt werden.

Schritt 2: Für das Dressing die Sahne mit Mayonnaise verrühren und alles mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken. Die Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Die hartgekochten Eier ebenfalls pellen und in Würfel schneiden.

Schritt 3: Alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit der Sauce anmachen und alles gründlich durchrühren. Den Salat nach Belieben in einer großen Schüssel oder auf Tellern anrichten und mit etwas frischer Petersilie bestreuen. Schmeckt solo oder zu Würstchen, Fleisch und Fisch.