Alpen

Wendelstein

 

Sie sind gewaltig, beeindruckend, vielfältig, bieten Weitblick und Freiheit, beherbergen verschiedenste Nationalitäten und sind in ihrer Schönheit absolut einzigartig: die Alpen! Die Gebirgskette, die sich in malerischer Vollkommenheit vom Ligurischen Meer bis ins Pannonische Becken zieht, entpuppte sich auf unserer diesmaligen Mission im Zeichen des Gaumenkitzels, trotz ihrer beachtlichen Masse, als aufregendes Mosaik der Kulturen. Auf der Suche nach dem „Gipfel des Genusses“ entführen wir daher ohne Scheu auch in die entlegensten Alpen-Winkel, die uns mit erfrischender kulinarischer Vielfalt empfangen. Ob Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, Slowenien oder die Schweiz – jede Nation, der wir auf unserer Berg- und Talfahrt begegneten, hat das Bergleben – vor allem geschmacklich – auf ihre ganz persönliche Art und Weise perfektioniert. Und so stießen wir auf Käse, Kräuter, Karamell und zahlreiche andere Köstlichkeiten, die uns verstehen lassen, warum Heidi ausschließlich in den Bergen aufblühte wie ein Alpenveilchen. So viel Genuss kann nur glücklich machen!

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Linseneintopf mit Kaminwurz’n
Schlutzkrapfen mit Paprikafüllung
Alpen-Spätzle
Karamellcreme mit Blütensalz
Lebkuchen-Muffins


Linseneintopf mit Kaminwurz’n

Dass man in Italien weiß, wie Genuss geht, ist allgemein bekannt. Im italienischen Teil der Alpen ist das nicht anders und so wundert es nicht, dass auch dieser Linseneintopf nur so strotzt vor verlockenden Aromen. Die schmackhaften Tatsachen, mit denen das Rezept aufwartet, sind vor allem der würzigen Räucherwurst zu verdanken, die dem Linsentraum intensive Raucharomen verleiht und ihn so ohne Umwege auf den ersten Platz der Lieblingsgerichte befördert.

Zutaten (Für 4 Personen):

1 Pfund Räucherwurst
1 TL Olivenöl
1 Zwiebel
4 Karotten
2 Selleriestangen
2 TL Basilikum, getrocknet
2 TL Oregano, getrocknet
1 Prise Chiliflocken
1 Lorbeerblatt
4 Knoblauchzehen
250 g rote Linsen, vorgegart
1 Dose geschälte Tomaten
1,5 L Gemüsebrühe
125 g Parmigiano Reggiano, gerieben
Zitronensaft, zum Abschmecken

Zubereitung:

Schritt 1: Das Gemüse und die Wurst in mundgerechte Stücke schneiden. Die Wurst in einem Topf scharf anbraten und anschließend aus dem Topf nehmen und beiseite legen. Die Hitze etwas reduzieren, das Olivenöl in den Topf geben und Zwiebeln, Sellerie und Karotten im ausgelassenen Fett der Wurst etwa 5 Minuten lang anbraten.

Schritt 2: Das Basilikum, Oregano und Chiliflocken hinzugeben, kurz mitbraten, dann den Knoblauch durch eine Presse drücken und ebenfalls anbraten. Die Linsen gut waschen und ebenfalls in den Topf geben. Alles mit den Tomaten und der Brühe bedecken, das Lorbeerblatt hinzugeben und alles für etwa 15 Minuten kochen, bis das Gemüse und die Linsen richtig gar sind.

Schritt 3: Alles mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen, auf Tellern anrichten und mit der Räucherwurst garnieren. Etwas geriebenen Parmesan darüber geben und mit knusprigem Baguette servieren. Guten Appetit!


Schlutzkrapfen mit Paprikafüllung

Eine Teigtasche namens Schlutzkrapfen – das klingt im ersten Moment nicht gerade nach Feinschmecker-Küche. Doch die Tiroler Nudelspezialität ist alles andere als ein kulinarisches Mauerblümchen. Mit intensiver Paprika-Füllung, feinsten Wiesenkräutern und Südtiroler Speck verfeinert, erwächst sie sogar zu einem Gericht, das man nach dem Schmaus alsbald vermissen wird. So schmeckt authentischer Alpen-Genuss!

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Zutaten (Für 4 Personen): 

Für den Teig:
100 g Mehl
150 g Roggenmehl (Type 1370)
5 g Salz
1 EL Sonnenblumenöl
1 großes Ei
20 ml Milch
lauwarmes Wasser

Für die Füllung:
6 Paprikaschoten
1 Knoblauchzehe
4 EL Olivenöl
1 EL Zucker
1 EL fein gehackter Wiesenthymian (ersatzweise Thymian)
1 EL fein gehackte, glatte Petersilie
2 EL Semmelbrösel
(Wiesen-)Kräuter zum Garnieren

Nach Belieben:
150 g Speck in feinen Scheiben

Zubereitung:

Schritt 1: Für den Teig beide Mehlsorten, Salz, Ei, Milch und 50 ml lauwarmes Wasser zu einem glatten Teig verkneten und in Folie wickeln. Für 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Inzwischen die Füllung vorbereiten. Dafür die Paprika vierteln, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch fein hacken und mit der Paprika in einem Topf in Öl kurz andünsten. Mit Zucker bestreuen und alles in eine ofenfeste Form geben. Im vorgeheizten Backofen bei 100°C (Umluft ist nicht empfehlenswert) auf der untersten Schiene 2 Stunden schmoren lassen. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Schritt 2: Anschließend Wiesenthymian-, Petersilienblätter und die Semmelbrösel unter die Paprikamischung rühren. Den Schlutzkrapfenteig halbieren. Die Teigstücke flach drücken (ca. 1 cm) und nacheinander durch die glatte Walze der Nudelmaschine drehen oder ganz flach auf bemehlter Fläche ausrollen. Circa 30 Kreise ausstechen. In die Mitte der Teigkreise jeweils einen halben Esslöffel der Paprika-Füllung geben. Den Rand mit Wasser anfeuchten und den Teig halbmondförmig zusammenfalten. Gut andrücken.

Schritt 3: Die Teigkrapfen portionsweise in leicht kochendem Salzwasser circa 2-3 Minuten garen. Vorsichtig mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und auf tiefen Tellern anrichten und mit Kräutern garnieren. Wer mag, gibt noch etwas Gewürzfond und Speck dazu. Ein bisschen geschmolzene Butter und Parmesan belassen das Gericht bei einer vegetarischen Variante.


Alpen-Spätzle

Gutes kann so einfach sein wie dieses ebenso simple wie geniale Rezept mit aller Köstlichkeit beweist. Österreicher Spätzle treffen auf beste Bergkräuter und Tiroler Speck und kreieren so einen grenzübergreifenden Gaumenschmaus, der durch seine herrliche Schlichtheit mit schlichter Herrlichkeit besticht!


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Zutaten (Für 2 Personen):

400 g Eierspätzle
100 g Südtiroler Speck
2 EL Berggewürze
Olivenöl
ca. 50 g Butter (nach Belieben)
Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Schritt 1: Die Spätzle für circa eine Minute in kochendes Wasser geben. Derweil etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und kleine Würfel des Specks anbraten.

Schritt 2: Die Spätzle abschöpfen und ebenfalls in die Pfanne geben. Die Berggewürze unterrühren und alles gut vermengen. Nach Belieben kann noch Butter hinzugefügt werden, das macht die Spätzle noch cremiger.

Schritt 3: Mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren.


Karamellcreme mit Blütensalz

Diese süße Versuchung schafft es, selbst eingefleischte Wasserratten von der Waterkant in die luftigen Höhen beeindruckender Berglandschaften zu entführen – zumindest aus kulinarischer Sicht! Aus nur vier Zutaten entsteht eine Karamellcreme, deren geschmackliche Genialität nur noch durch die Zugabe eines floralen Äquivalentes in Form von edlem Blütensalz getoppt werden kann. Achtung, Suchtgefahr!

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Zutaten (Für 2 Personen):

200 g Rohrzucker
125 g Butter
75 g Schlagsahne
1 TL Blütensalz

Zubereitung:

1. Den Zucker in einer Pfanne erhitzen, bis er flüssig wird. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass das Karamell nicht zu dunkel und damit bitter wird.

2. Die Butter in Würfel schneiden und nach und nach in das flüssige Karamell einrühren, bis sie sich vollständig gelöst hat. Währenddessen die Sahne leicht erhitzen. Die Pfanne von der Platte nehmen und einen Teelöffel Blütensalz in die Karamellcreme einrühren.

3. Die Sahne hinzugeben und alles noch einmal aufkochen lassen. Anschließend kann die Creme abgefüllt werden. Vor dem Servieren mit etwas Blütensalz garniert, eignet sie sich wunderbar als Topping zu Eis, Crêpes oder einfach pur. Guten Appetit!


Lebkuchen-Muffins

Lebkuchen gehören in die Weihnachtszeit? Nicht in Slowenien, denn hier weiß man um das Potenzial des geschmacksintensiven Gebäcks. Diese Muffins mit würziger Lebkuchen-Einlage verwandeln den Adventssnack in einen köstlichen Allrounder, der sich problemlos das ganze Jahr über genießen lässt. 

Zutaten (Für 12 Muffins):

75 g Butter
4 EL Milch
75 g brauner Zucker
150 g Honig
2 Eier
1 Packung Vanillezucker
250 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Lebkuchenherz von Lectar
2 TL Lebkuchengewürz
1 Tafel Hasenpemmerl-Schokolade
2 EL Kakao
1 EL Puderzucker, zum Bestreuen

Zubereitung:

Schritt 1: Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Butter, Milch und Zucker zusammen mit dem Honig unter ständigem Rühren in einem Topf erwärmen. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Schritt 2: Die Schokolade grob hacken und über dem Wasserbad schmelzen. Währenddessen das Lebkuchenherz in einer Küchenmaschine zerkleinern oder mit einem Messer fein hacken. Nun die Eier, Vanillezucker Mehl, Backpulver, flüssige Schokolade und Lebkuchenbrösel zur Honig-Milch hinzugeben und alles gut miteinander vermischen.

Schritt 3: Den Teig gleichmäßig in eine gefettete oder mit Papierförmchen ausgelegte Muffinform geben und alles für 15-20 Minuten backen. Wenn bei der Stäbchenprobe nichts kleben bleibt, sind die Muffins fertig. Kurz abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren!