Norddeutschland

View from a dune at Beach Chairs

Es hat uns in das Hoheitsgebiet der Möwen und der Heidschnucken verschlagen, wo angeblich nur das Wetter kühler ist als das Gemüt der Bewohner und das Land so platt wie die Sprache. Für das DELINERO-Team ist es ein Heimspiel, schließlich befindet sich unser Firmensitz in Hamburg, unserer Perle – nordisch „by nature“ eben. Und so kugeln wir vor Freude fast den Deich herunter, Ihnen endlich die nordische, kulinarische Vielfalt auftischen zu dürfen. Aus der Heide, von Küste zu Küste, auf den Inseln – hier kommen schmackhafte Wellen ins Rollen! Denn neben Klassikern wie Roter Grütze, Sanddorn und Fisch schicken wir auch Innovatives ins Rennen: Craft-Beer, knackig-gesunde Snacks und vieles mehr! Na denn, wie der Plattschnacker sagt: Goadn Aftit!

Nun also ran an ‚Pütt un Pann‘, ‚Butter bei die Fische‘ und los geht’s!

Rote-Grütze-Torte
Kartoffelragout mit Cabanossi
Matjestartar
Beschwipstes Rosmarinparfait

Labskaus
Chili-Dip
Flammkuchen à la „Waterkant“


Rote Grütze Torte

Wenn man nach einem langen Strandspaziergang an den nordischen Küsten zurückkommt, gibt es doch kaum Schöneres, als bei einem ‚Pott Kaffee‘ oder einer schönen Tasse Tee zu verweilen und sich mit einer süßen Leckerei vom Kampf gegen die steife Meeresbrise zu erholen. Für genau diese Gelegenheit bietet sich das folgende Rezept an, das aus feinster roter Grütze ein noch feineres Gebäck zu zaubern weiß. Gelegenheit macht ja bekanntlich Liebe…

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Zutaten:

3 Eier
1 Paket Vanillezucker
1 Prise Salz
75 g Zucker
75 g Mehl
2 EL Speisestärke
1 TL Backpulver
30 g Schokoraspeln
6 Blätter Gelatine
1 kg Rote Grütze
150 g Schlagsahne

Zubereitung:

Schritt 1: Den Ofen auf 175 Grad Unter- und Oberhitze vorheizen. Eine Tortenbodenform ausfetten und bemehlen.  Nun zwei Eier trennen und das Eiweiß, zusammen mit 2 EL kaltem Wasser, steifschlagen. Anschließend Zucker, Salz und Vanillezucker in den Eischnee geben.

Schritt 2: Jetzt das Eigelb dazugeben. Danach Mehl, Stärke, Backpulver und Schokoraspeln unterheben. Den Teig in die vorbereitete Form geben und gleichmäßig verteilen. Die Form in den Ofen geben und den Teig für 20 Minuten backen lassen.

Schritt 3: Währenddessen die Sahne mit etwas Puderzucker steifschlagen. Den Tortenboden aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und stürzen. Die Hälfte des  Eischnees auf dem kalten Tortenboden verteilen. Danach die Gelatine einweichen, ausdrücken und auflösen. 2 EL Rote Grütze unter die Gelatine rühren und alles mit der restlichen Grütze mischen. Jetzt die Grütze auf dem Tortenboden verteilen, mit der restlichen Sahne die Torte verzieren und anschließend für 1-2 Stunden kalt stellen.

Schmeckt besonders mit Vanillesauce!


Kartoffelragout mit Cabanossi

Was den Spaniern das Iberico-Schwein ist, wird in Norddeutschland Friesiko genannt. Nur ein einziger Hof züchtet diese Rasse – und das unter besten Voraussetzungen! Die artgerechte Haltung ergibt letztlich ein herrliches Fleisch, das, saftig und intensiv gewürzt, als Würstchen im Taschenformat begeistert. Und da das Wetter sich im hohen Norden bekanntlich nicht immer von seiner besten Seite zeigt, eignet sich die Wurst perfekt als herzhafte Einlage deftiger Eintöpfe wie diesem, die von innen wärmen, wenn draußen der Sturm tobt!

Pork, chorizo and pea stew

Zutaten (Für 2 Personen):

200 g Cabanossi
1 Zwiebel
500 g Kartoffeln
300 g Möhren
2 EL Öl
Salz
Pfeffer
½ TL Kümmelsaat
½ TL edelsüßes Paprikapulver
300 ml Gemüsebrühe
100 g Schmand
2 EL gehackte Petersilie

Zubereitung:

Schritt 1: Die Cabanossi in großzügige Scheiben schneiden. Die Zwiebel halbieren und in Hälften oder Würfel schneiden.  Danach die Kartoffeln und Karotten schälen und in circa 0,5 Zentimeter große Stücke schneiden.

Schritt 2: Das Öl in einem Topf erhitzen. Zunächst die Cabanossi hinzugeben, gefolgt von Zwiebeln, Kartoffeln und Möhren. Das Gemüse anschwitzen bis die Zwiebeln glasig sind. Jetzt Salz, Pfeffer, Kümmelsaat und das edelsüße Paprikapulver dazugeben. Anschließend das Gemüse mit der Gemüsebrühe aufgießen.

Schritt 3: Nun die Suppe kurz aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze für 15 Minuten garen lassen. Kurz vor dem Servieren den Schmand hinzugeben. Gleichmäßiges Umrühren sorgt dafür, dass sich der Schmand in der Brühe auflöst und verteilt.  Die Suppe mit gehackter Petersilie und einer Scheibe geröstetem Brot servieren.


Matjestatar

An der Waterkant gibt es vor allem eines, das man sich kulinarisch gesehen unter keinen Umständen entgehen lassen sollte: Matjes! Die vor ihrer Geschlechtsreife verarbeiteten Heringe werden typischer Weise in Salzlake eingelegt und bevorzugt als Fischbrötchen verspeist. Wir wollen den Matjes jedoch am liebsten pur genießen: Von Gurke, Apfel, Zwiebeln und einer cremigen Sauce begleitet, begeistert unser Matjestartar von Flensburg bis zum Bodensee!

tartare de poisson et spaghettis de concombre

Zutaten (Für 4 Personen):

3 Frühlingszwiebeln
3 Matjesfilets
60 g Gewürzgurken
1 Apfel
2 EL Zitronensaft
1 1/2 EL Salatmayonnaise
Salz
Pfeffer
1 Salatgurke
3 EL Gewürzgurkensud
3 EL Öl
Zucker
1 Beet Kresse

Zubereitung:

Schritt 1: Die Frühlingszwiebeln putzen und das untere und obere Ende abschneiden. Den weißen und den hellgrünen Teil der Zwiebel sowie Matjes und Gewürzgurken würfeln. Dabei darauf achten, dass die Stücke ungefähr dieselbe Größe haben.

Schritt 2: Nun den Apfel vierteln, schälen, von den Kernen befreien und ebenfalls fein würfeln. Alle Zutaten in einer großen Schüssel zusammenfügen und augenblicklich mit Zitrone beträufeln, um der Oxidation der Apfelwürfel vorzubeugen. Nun die Mayonnaise dazugeben und alles gut durchmengen.

Schritt 3: Die Salatgurke so schälen, dass einige Streifen der Schale stehen bleiben. Die Gurke in dünne Scheiben schneiden und mit 1 EL Zitronensaft, Gewürzgurkensud und Öl mischen. Nun  mit einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer würzen und das Tatar auf dem Gurkenbett anrichten. Mit Kresse garnieren. Dazu passt ein herzhaftes Vollkornbrot.


Beschwipstes Rosmarin-Parfait

Seit einigen Jahren lässt sich der Trend zur Entstehung kleiner, privater Brauereien und Destillerien beobachten. Diese Entwicklung ist zwar keineswegs nur auf Norddeutschland zu beschränken, doch nordisches Understatement scheint sich auch am kupfernen Gin-Kessel besonders gut zu machen. So vereinte man im Falle dieses Gins die selbstverständliche Weltoffenheit der Hanseaten mit schlicht-genialem Können. Heraus kam ein Gin, der seinesgleichen sucht. Aus der Tonkabohne hergestellt ist diese Spirituose ein so extravagantes Geschmackserlebnis, dass wir ihn unbedingt außerhalb eines Glases und stattdessen auf dem Dessertlöffel brillieren sehen wollten. Voilà!

Beschwipsten Rosmarin-Parfait

Zutaten:

100 g      Zucker
3              Eigelb
1/2         Vanilleschote(n)
4 cl          Gin
2 Zweige Rosmarin
500 ml   Sahne

Zubereitung:

Schritt 1: Die Rosmarinzweige fein hacken. Die Vanilleschote längst einschneiden und auskratzen. Das Mark gemeinsam mit  den Eigelben und Zucker über dem Wasserbad schaumig schlagen. Vorsicht, das Ei darf nicht gerinnen, also fleißig rühren! Langsam den Gin hinzufügen.

Schritt 2: Den Zucker-Ei-Mix vom Wasserbad nehmen, den Rosmarin hinzugeben und kurz ruhen lassen. Währenddessen die Sahne steifschlagen. Die Ei-Mischung nun über Eiswürfeln und unter ständigem schlagen erkalten lassen und die Schlagsahne unterheben.

Schritt 3: Alles in ein ausreichend großes Behältnis füllen und für 4-5 Stunden einfrieren. Nach Belieben mit heißen Kirschen und Vanillesauce genießen.


Labskaus

Was für den Reisenden bei der ersten Begegnung etwas befremdlich klingen und höchstwahrscheinlich auch aussehen mag, ist im Norden eine absolute Delikatesse: Labskaus. Fisch, Fleisch und Gemüse werden herzhaft gewürzt und zu einer Tartar ähnlichen Masse püriert. Gemeinsam mit einem leckeren Spiegelei und frischem Matjes (oder Rollmops) ergibt sich das perfekte Kontergericht nach einer langen Nacht auf der Reeperbahn, die auf dem Hamburger Fischmarkt endete. Schmeckt selbstverständlich auch ohne die Nacht davor!

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Zutaten (Für 2 Personen):

350 g Rote Bete
800 g Kartoffeln
Salz
150 g Zwiebeln
50 g Butter
200 g Corned Beef
50 ml Rinderbrühe (oder Gemüsebrühe)
2-3 EL Gewürzgurkenwasser
Pfeffer
4 Essiggurken
4 Matjes (wahlweise Rollmöpse oder eingelegter Hering)

Zubereitung:

Schritt 1: Die Roten Beeten waschen und in der Schale weich kochen. Parallel Kartoffeln säubern und in einem zweiten Topf in Salzwasser garen. Wenn  das Gemüse weich ist, kurz abschrecken und auskühlen lassen.  Danach Kartoffeln und Beten schälen.

Schritt 2:. Nun die Zwiebeln würfeln und in Butter anschwitzen. Anschließend das Corned Beef hinzugeben, das für ca. zwei Minuten erhitzt werden muss. Eine halbe Rote Bete beiseite legen und den Rest im Mixer zerkleinern. Die Masse in die Pfanne geben, Brühe und Gewürzgurkenwasser dazugeben und die Kartoffeln in eine Presse geben. Kartoffelmus unter das Labskaus geben und gut mischen.

Schritt 3: Nun den Pfanneninhalt bei kleiner Flamme einkochen, bis er eine cremig-feine Konsistenz erreicht habt. Danach kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und die Leckerei mit Spiegelei, Rote Bete Scheiben und Rollmops servieren. ‚N Gudn!


Süßer Chili-Dip

Die Sonne lacht, das Wochenende naht, was gibt es da Schöneres als ein leckeres Barbecue unter freiem Himmel. Also fix Grillgut gekauft, die Freunde eingeladen und los geht’s. Aber halt, außer Ketchup sieht es auf dem Saucen-Sektor schlecht aus? Dann hilft dieser scharf-süße Dip aus!

Zutaten:

100 g Datteln, getrocknet
½ Bund Frühlingszwiebeln
1 Chilischote
2 EL Chili-Relish Rot oder Tomate
1 Becher Schmand
200 g Frischkäse
1 Prise Salz

Zubereitung:

Schritt 1: Die Frühlingszwiebeln waschen und die trockenen Enden abschneiden. Gemeinsam mit der Chilischote fein hacken oder mit Hilfe einer Küchenmaschine zerkleinern.

Schritt 2: Die getrockneten Datteln ggf. entsteinen und ebenfalls fein würfeln. Alles gut vermengen und mit Schmand, Frischkäse, Chilirelish und etwas Salz und Pfeffer anrühren.

Fertig ist ein sommerlich scharfer Dip, der Fleisch, Fisch, Brot und Gemüse beim BBQ zum nordisch angehauchten Genusshighlight macht!

 


Flammkuchen à la „Waterkant“

Die Waterkant, wie man die deutsche Küste im Norden liebevoll nennt, hat kulinarisch einiges zu bieten. Selbstverständlich steht Fisch ganz oben auf dem Speiseplan, doch da ist noch etwas anderes, das zwar ebenso Orange leuchtet, jedoch rein pflanzlichen Ursprungs ist: Sanddorn. Ganz im Sinne des Nordens kommt in diesem Rezept also zusammen, was zusammen gehört. Eine Symbiose die sich sehen, nein, schmecken lassen kann!

Flammkuchen mit Lachs und Rucola

Zutaten (Für 2 Personen):

200 g Mehl
110 ml Wasser
1 EL Öl
1 TL Salz
200 g Schmand
3 EL Sanddornsenf
2 EL Dill
200 g Räucherlachs
1 rote Zwiebel

1 Stange Lauch
1 TL Zitronensaft
100 g geriebener Bergkäse
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Schritt 1: Für den Flammkuchenteig werden Mehl, Wasser und Öl zu einem glatten Teig verrührt. Den Backofen auf 200°C vorheizen während der Teig etwa 10 Minuten abgedeckt ruht.

Schritt 2: Währenddessen den Schmand mit Senf und Dill zu einer homogenen Creme verrühren und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Lauch ggf. waschen und von den trockenen Enden befreien. Die Zwiebel schälen. Alles wie den Lachs in etwa 1 cm breite Streifen bzw. Ringe schneiden.

Schritt 3: Den fertigen Teig nun auf einer bemehlten Unterlage dünn ausrollen und erst mit der Sauce, anschließend mit Lauch, Zwiebel und Lachs belegen. Zum Abschluss den Käse darübergeben und alles für 10-15 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun und schön knusprig sind.

Fertig ist ein schnelles, einfaches Gericht, mit wunderbar nordischer Note.

 

 

 

 

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