Polen

Die polnische und die deutsche Geschichte sind eng miteinander verwoben – allein im Ruhrgebiet sind heute 700.000 Menschen mit polnischem Hintergrund heimisch. Da ist es doch längst überfällig, dass wir uns einmal genau mit der reichen Kulinarik unserer geschätzten Nachbarn auseinandersetzen. Und so haben wir uns aufgemacht in ein Land voller kulinarischer Traditionen, Eigenarten und köstlicher Geheimtipps. Das Ergebnis dieser Reise kann sich absolut sehen lassen: Natürlich sind wir auf herausragenden Wodka und typisch bodenständige Würstchen gestoßen, aber auch auf edle Steinpilze, feinste Schokolade oder Cranberry-Zitronen-Sirup… Essen ist eine Freude, Genießen eine Kunst – dies gilt auch und gerade für Polen. In diesem Sinne: smacznego!

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Nun aber zu fünf Rezepten, die auch die polnische Schwiegermutter vollends zufriedenstellen können… Viel Spaß beim Nachkochen!

Traditionelle Piroggi
Aronia-Muffins
Wodka-Erdbeer-Sorbet
Meerrettich-Garnelen-Salat
Kielbasa-Wurstpfanne


Traditionelle Piroggi

Dass in Polen sehr gerne und ausgelassen gefeiert wird, ist ein offenes Geheimnis. Da überrascht es wenig, dass der Name der „Piroggen“ vom urslawischen Wort für ‘Fest‘ oder ‘Gelage‘ stammt. Die besonders für osteuropäische Länder charakteristischen Teigtaschen sind ein beliebter Begleiter verschiedenster Festmenüs und können, entweder salzig oder süß gefüllt, als Vor-, Haupt- oder Nachspeise genossen. Macht es mit diesem Rezept genau wie die Polen: Feiern, genießen und einfach glücklich sein!

Pirogge
Zutaten (Für 4 Personen):

1 kg Mehl
1 Tasse Wasser

500 g Hackfleisch
250 g Sauerkraut
20 g getrocknete Steinpilze

Zubereitung:

Schritt 1: Für den Teig Mehl und Wasser mischen. Wenn der Teig zu trocken oder zu klebrig ist, nach Gefühl noch etwas Wasser oder Mehl hinzufügen. Den Teig kneten und dünn ausrollen. Mit einem Glas kleine Kreise ausstechen. Für die Füllung werden die Steinpilze eingeweicht und anschließend zusammen mit dem Hackfleisch angebraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schritt 2: Das Gemüse In einer Schüssel mit Sauerkraut mischen und pürieren. Mit einem Teelöffel die Füllung in die Teigplättchen geben, zusammenklappen und gut festdrücken. Die Taschen in kochendes Salzwasser geben und so lange garen, bis die Piroggi oben schwimmen.

Schritt 3: Nach Belieben können Piroggi mit zerlassener Butter, karamellisierten Zwiebeln und/oder ausgekochtem Speck serviert werden.

Fertig ist ein typisch polnisches Gericht. Smacznego – guten Appetit!


 Aronia Muffins

Dass Polen weit mehr zu bieten hat, als Wodka und schöne Frauen, sollte eigentlich längst klar sein. Wer dennoch Zweifel hat wird spätestens mit diesem leckeren Aronia-Beeren-Rezept eines besseren belehrt. Die violette Beere, die in vielen Teilen des Landes gedeiht, ist, dank ihres hohen Anteils an Vitamin-C und Antioxidantien,  zu Recht als „Superfood“ bekannt geworden.  Hier kommt ein unschlagbares Back-Rezept, das die Wunderbeere für unwiderstehliche Muffins nutzt

muffins

Zutaten (Für 12 Stück):

200 g Mehl
3 TL Backpulver
2 Eier
150 g Rohrzucker
1 Prise Salz
150 g Butter
2 Esslöffel Vanillezucker
150-200 g Aronia-Marmelade
100 g Puderzucker

Zubereitung:

Schritt 1: Den Backofen auf 175°C Umluft‑ vorheizen. Ein Muffinblech mit Backpapier oder Papierförmchen auslegen und beiseite stellen. Anschließend werden Mehl und Backpulver in einer Schüssel miteinander vermengt. In einer zweiten Schüssel die Eier mit Zucker, Salz, Bu­tter und Vanillezucker mischen und alles zu einer homogenen Masse verrühren.

Schritt 2: Nun die Mehl-Mischung aus der ersten Schüssel unter das Ei-Gemisch rühren. Jeweils einen Esslöffel Teig in alle 12 Muffinformen füllen. Zwei Teelöffel der Aronia-Marmelade in die Mitte jedes Förmchens träufeln und vorsichtig mit einer weiteren Schicht Teig bedecken, bis es etwa bis zur Hälfte gefüllt ist.

Schritt 3: Die Muffins im vorgeheizten Backofen 25 bis 30 Min. goldbraun backen. Wenn bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr kleben bleibt, sind sie fertig. Blech aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Nun alles mit Puderzucker bestäuben, hübsch drapieren und fertig ist der leckerste Vitamin-Kick aller Zeiten.


Wodka-Himbeer-Sorbet

Wodka und Polen gehören zusammen wie Warschau und sein Kulturpalast. Um dieser Tatsache gebührend Respekt zu zollen, haben wir die hochprozentige Essenz des Landes in einem Dessert verarbeitet, dessen eisiger Charakter zwar in absolutem Kontrast zur herzerwärmenden polnischen Gastfreundschaft steht und dennoch auf der polnischen Familienfeier großen Eindruck schinden würde.

Delicious berry mousse in bowls on table close-up

Zutaten (Für 4 Personen):

700 g (TK-)Himbeeren
4 Minzblätter
100 g Zucker
150 ml Wasser
90 ml Zitronensaft
125 ml Paderewski Wodka
2 TL Erdbeerlikör
Minze zum Garnieren

Zubereitung:

Schritt 1: Die Himbeeren etwas antauen lassen (sonst wird das Messerblatt stumpf) und anschließend pürieren. In einem Topf Minze, Zucker und Wasser aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Anschließend durch ein feines Sieb in ein anderes Gefäß umfüllen und abkühlen lassen.

Schritt 2: Nun das Himbeer-Püree mit Zuckersirup, Wodka und Likör vermischen und in einer flachen Schüssel oder Auflaufform für etwa 4 Stunden gefrieren lassen. Dabei ist es wichtig, dass man das Sorbet etwa alle 30 Minuten kräftig durchrührt, um die Bildung großer Eiskristalle zu vermeiden.

Schritt 3: Ist die Masse schön gefroren, formt man, am besten mit einem Eisportionierer, Kugeln, die man in dekorativen Gläsern und mit einem Pfefferminzblättchen garniert anrichtet. Fertig ist das leckere Dessert mit polnischem Twist.


Meerrettich-Garnelen-Salat

Dass die polnische Übersetzung der herrlich scharfen Wurzel, “chrzan”, ein wenig ungestüm klingt, tut dem Rezept für diesen ebenso einfachen wie leckeren Salat keinerlei Abbruch! Entgegen dem Image der polnischen Küche extrem reichhaltig zu sein, überzeugt diese Mischung von scharfem Meerrettich, knackigen Zuckerschoten und nussigen Garnelen durch einen frischen Charakter, der sicher auch die polnischen Schwiegereltern schwer beeindrucken kann!

Buffet Salad

Zutaten (Für 4 Portionen):

1 Schalotte
2 EL Zitronensaft
2 EL Wasser, kalt
1 TL flüssiger Honig
Salz
Pfeffer
4 EL Rapskernöl
TL fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
1 TL geriebener Meerrettich
300 g Zuckerschoten
300 g geschälte (TK-) Garnelen
1 Pckg. Feldsalat oder Rucola

8 Stiele Kerbel
1 Baguette

Zubereitung:

Schritt 1: Die Schalotte fein würfeln und mit kochendem Wasser überbrühen, anschließend abschrecken und zum Abtropfen beiseite stellen. Die Zuckerschoten halbieren und für zwei Minuten in kochendem Wasser blanchieren, die Garnelen in einer Pfanne garen und beides ebenfalls zur Seite stellen. Den Salat gut waschen und trocknen.

Schritt 2: Währenddessen Zitronensaft, Wasser und Honig miteinander verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend die Zitronenschale gemeinsam mit Meerrettich und Schalotten unter die Vinaigrette rühren.

Schritt 3: Zuckerschoten, Salat und Garnelen mit der Salatsauce in eine Schüssel geben und alles gut durchrühren. Den fertigen Salat mit gehacktem Kerbel garnieren und zu knusprig gebackenem Baguette servieren. Voilá!


Kielbasa-Pfanne

Deftige Küche gehört in Polen dazu, wie Wodka, Warschau und wunderbare Gastfreundschaft. Die „Kielbasa“, was auf Deutsch schlicht „Wurst“ bedeutet, kann zwar nicht mit ausgefallenem Namen, dafür aber mit umso eindrucksvollerem Aroma überzeugen!  Das Fleisch wurde vor allem mit Knoblauch verfeinert, sodass vor allem Gebratenes von dem hervorragenden Geschmack der polnischen Spezialität profitiert. Viel Spaß beim Nachkochen – und genießen!

Fried Sausage and Potatoes

Zutaten (Für 3-4 Personen):

500 g Kartoffeln
350 g Kielbasa
2 Zwiebeln
Olivenöl
2 EL brauner Zucker
2 EL Apfelessig
1 TL Senf von Roleski
½ TL getrockneter Thymian
½ TL Paprikapulver
200 g Speck
1 Handvoll Baby-Spinat
Pfeffer

Zubereitung:

Schritt 1: Kartoffeln kochen und in kleine Stückchen schneiden. In einer großen Bratpfanne die in Scheiben geschnittene Kielbasa-Wurst zusammen mit den kleingeschnittenen Zwiebeln anbraten, bis sie etwas Farbe bekommen, dann die Kartoffeln hinzufügen und drei bis vier Minuten anbraten.

Schritt 2: Nun braunen Zucker, Apfelessig, Senf, Thymian und Pfeffer verrühren und mit in die Pfanne geben. Speck hinzufügen, alles zum Kochen bringen und zwei bis drei Minuten ziehen lassen. Den Spinat hinzugeben und alles sofort vom Herd nehmen.

Schritt 3: Die Wurstpfanne mit einer Gewürzgurke servieren und das Essen mit einem Gläschen  Wodka abrunden.

Ein Gericht, das so simpel wie lecker ist!

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