Toskana

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Sie ist nicht nur die Wiege der Renaissance, sondern ebenso die Wiege des Genusses – in diesem Monat präsentieren wir Ihnen die Künste der Kulinarik aus der Toskana. Die im Westen von Mittel-Italien gelegene Region weckt vielerlei Assoziationen: Weingüter, Olivenbäume, der schiefe Turm von Pisa, die großen Geister wie da Vinci und Galilei, die unsere Sicht auf die Welt von Florenz aus für immer veränderten. Und apropos Sicht: Die sommerlichen, ineinander verschmelzenden Braun-, Gelb- und Grüntöne, die die fruchtbare Landschaft kleiden und von roten Tropfen oder gar Meeren aus Mohnblumen geschmückt werden, geben dem Besucher das Gefühl, in ein zeitloses Gemälde hineinzutreten. Da verwundert es nicht, dass ebendiese Natur die perfekte Grundlage für hervorragendes Essen ausmacht. Und dies wird in Italien zelebriert wie an kaum einem anderen Ort auf dieser Welt. Bodenständig muss es sein, aus Tradition naturverbunden, aber gleichzeitig raffiniert und unendlich detailverliebt. Diese DELINERO-Box möchten wir nutzen, um Sie von vorne bis hinten durch ein echtes italienisches Abendessen zu führen. Angefangen mit einer Zuppa Toscana und pikanten Croccantini bis hin zu den Cantuccini, einem tief in der Toskana verwurzelten Mandelgebäck. Wir wünschen Buon appetito!

Hier geht’s zur DELINERO-Box!

Jetzt widmen wir uns aber erst einmal den raffinierten Kreationen der toskanischen Küche.

Trüffel-Béchamelsauce
Schiaccata Toscana
Toskanischer Fenchelsalat
Pasta mit Rotweinzwiebeln und Feta
Frutta cotta al vino rosso: Rotweinbirnen
Mascarponecreme mit Cantuccini


Trüffel-Béchamelsauce

Dieser Saucenklassiker ist ein absolutes Muss zu italienischen Kultgerichten wie Lasagne. Herrlich simpel und dennoch aromatisch überzeugt die helle Sauce ohnehin jeden Feinschmecker im Handumdrehen, mit dem Aroma edler Trüffel verfeinert gibt es allerdings keinerlei Halten mehr…

preparation of bechamel sauce in a pan, horizontal

Zutaten (Für 2-3 Personen):

50 g Mehl
40 g Butter
500 ml Milch
Prise Salz
etwas Muskatnuss
2-3 TL Trüffelsauce

Zubereitung:

Schritt 1: In einem kleinen Topf langsam die Milch erhitzen. In einem zweiten Topf die Butter schmelzen lassen. Wenn sie komplett flüssig ist, das Mehl hinzufügen. Schnelles Rühren verhindert Klümpchenbildung!

Schritt 2: Nach und nach die warme Milch hinzugeben. Unter ständigem Rühren aufkochen lassen und für circa 15 Minuten weiterköcheln, bis die Sauce eine cremig dickflüssige Konsistenz hat. Wer eventuelle Klümpchen beseitigen will, der kann die Sauce anschließend noch durch ein feines Sieb geben.

Schritt 3: Mit Salz und Muskatnuss würzen und zum Schluss die Trüffel Sauce unterheben.

Passt als Dip zu Crostini, Schiacciata oder als Sauce zu Pasta.


Schiaccata Toscana

Diese italienische Version des Fladenbrotes hat unter dem Namen „foccacia“ die Gaumen und Herzen internationaler Gebäckfreunde erobert. Das mit Salz und Olivenöl gewürzte Hefebrot ist ein wunderbarer Begleiter von Wein, Eintöpfen und Suppen oder Mammas selbstgemachten Brotaufstrich.

Zutaten (Für 4 Personen):

300 g Wasser
10 g Hefe
500 g Mehl Typ 405
30 g Olivenöl
8 g feines Meersalz
Grobes Salz

Zubereitung:

Schritt 1: Das Mehl auf der Arbeitsplatte häufen. Parallel die Hefe mit ein wenig handwarmem Wasser auflösen. In der Mitte des Hügels eine Kuhle formen und drei Esslöffel Öl, eine Prise Salz und die mit Wasser aufgelöste Hefe hinzugeben. Mit dem Kneten beginnen und langsam Wasser hinzufügen, bis der Teig weich und formbar ist.

Schritt 2: Den Teig ausrollen und so lange kneten, bis er frei von Klumpen ist. Anschließend den Teig zu einer Kugel formen und mit einem Tischtuch bedecken. Der Teig sollte nun für mindestens 60 Minuten an einem warmen und trockenen Ort gehen. Im Anschluss den Teig auf einem Backblech ausrollen, das zuvor mit Backpapier ausgelegt wurde. Das Backpapier vorher mit Olivenöl bestreichen.

Schritt 3: Mit den Fingern die Oberfläche des Teigs leicht eindrücken und in jede der Vertiefungen ein wenig grobes Salz streuen. Den Teig nun für weitere 20 Minuten ziehen lassen und anschließend mit Olivenöl beträufeln. Dann das Blech in den auf 200°C vorgeheizten Backofen geben und für ca. 20 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und knusprig ist.


Toskanischer Fenchelsalat

Die unscheinbare Knolle ist zwar allgemein für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt, in der Küche wird sie jedoch gewaltig unterschätzt. Als Namens- und Geschmacksgeber der Finnochiona jedoch, der toskanischen Fenchelsalami, wurde ihr aromatisches Potenzial bereits in köstlichster Form ausgeschöpft. Dieser Salat mit frischem Fenchel ist eine wahre Ode an dieses großartige Gemüse.

Zutaten (Für 4 Personen):

1 große Fenchelknolle (ca. 500 g)
1 rote Zwiebel
1 kleine Bio-Orange
½ Zitrone
100 g Fenchelsalami
1 TL Honig
1 TL Dijonsenf
Salz
Pfeffer
3 EL kaltgepresstes Olivenöl

Zubereitung:

Schritt 1: Die Fenchelknolle gründlich putzen und waschen, die harten Stellen herausschneiden und mit einem Gemüsehobel in hauchdünne Juliennes schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Orange mit heißem Wasser abspülen und gründlich trockenreiben. Nun die Hälfte der Schale abreiben. Die Orange halbieren und eventuell ein paar Scheiben als Deko beiseitelegen, auspressen und 2 Esslöffel des Saftes abmessen.

Schritt 2: Die Fenchelstreifen mit der Zwiebel auf einem Teller anrichten. Nun den Saft von Orange und Zitrone mit Honig, Senf, Salz und Pfeffer mischen und mit dem Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren. Das Dressing über den Salat träufeln und 10 Minuten ziehen lassen.

Schritt 3: Währenddessen die Fenchelsalami in hauchdünne Scheiben schneiden und sie nach Ende der 10 Minuten über den Salat geben.


Pasta mit Rotweinzwiebeln und Feta

Dieses Rezept passt perfekt zur italienischen Mentalität, denn es ist einfach und schnell gemacht, schmeckt einfach wunderbar und kann schon einmal spontan eine italienische Großfamilie vom Enkel bis zur Nonna glücklich schmatzend an der Tafel vereinen. Und wer hat eigentlich behauptet, Rotwein wäre einzig als Getränk zu genießen?

Zutaten (Für 2 Personen): 

350 g Pasta
4 große Zwiebeln
250 ml Rotwein
2 EL Balsamico-Essig
4 EL Honig oder Zucker
250 g Feta
½  Bund Petersilie

Zubereitung:

Schritt 1: Die Nudeln nach Packungshinweis zubereiten. Währenddessen die Zwiebeln schälen, in dünne Ringe schneiden und in etwas Olivenöl anschwitzen. Wenn die Zwiebeln weich sind, mit Rotwein ablöschen und für etwa zehn Minuten einkochen lassen.

Schritt 2: Den Feta in kleine Würfel schneiden. Die Petersilie gut waschen, trocken tupfen und grob hacken. Nun den Balsamico-Essig und den Honig zu den Zwiebeln geben und für weitere zehn Minuten einkochen lassen. Anschließend die abgetropften Nudeln in die Pfanne geben und gut mit den Rotweinzwiebeln vermischen.

Schritt 3: Die Pasta-Zwiebel-Mischung noch heiß auf Tellern anrichten und mit Feta und Petersilie garnieren. Bei Bedarf salzen und pfeffern.


Frutta cotta al vino rosso: Rotweinbirnen

Dieses herrliche Dessert ist ein weiterer köstlicher Beweis, dass Vino Rosso sein gläsernes Habitat durchaus einmal gegen ein schönes Stück Obst tauschen kann. Diese beschwipsten Birnen passen Sommer wie Winter und runden „la cena italiana“ mit ihrem fruchtig-würzigen Aroma auf wunderbare Weise zu voller Perfektion ab.

Closeup of three pears poached in red wine.

Zutaten (Für 2 Personen):

2 Birnen
½ Zimtstange
Etwas Zitronensaft
200 ml Rotwein
3 EL Zucker
2 Kugeln Vanilleeis
evtl. Minze

Zubereitung:

Schritt 1: Die Birnen schälen, das Kerngehäuse entfernen und mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.

Schritt 2: Nun Rotwein mit Zimt und Zucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Die Birnen hineingeben und für 5-10 Minuten weichkochen. Anschließend aus dem Topf nehmen und abkühlen lassen. Den Rotwein weiter einreduzieren bis er eine dickflüssige Konsistenz annimmt.

Schritt 3: Nun die Birnen auf einem Teller anrichten und, je nach Geschmack, mit Vanilleeis und Minze garnieren. Rotweinsud darübergeben und genießen.


Mascarponecreme mit Cantuccini

Wie die Landschaft Italiens mit ihren schroffen Bergketten und weich abfallenden Hügellandschaften der Toskana begeistert auch dieses Dessert durch köstliche Gegensätze. Cremige Mascarponecreme und knuspriges Mandelgebäck bilden am italophilen Gaumen die perfekte Einheit. Molto delizioso!


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Zutaten (Für 2 Personen):

50 g Cantuccini Toscani
4 EL Früchtekompott
2 EL getrocknete Cranberries
150 g Mascarpone
120 g Naturjoghurt
2 EL Zucker
1 EL Amaretto
1 Prise Zimt
½ Päckchen Vanillezucker

Zum Verzieren (nach Belieben):
etwas geschlagene Sahne
Cantuccini
Pistazien
Zimt

Zubereitung:

Schritt 1: Das Früchtekompott mit Vanillezucker und den Cranberries vermischen.

Schritt 2: Den Mascarpone mit Joghurt, Zucker, Amaretto und einer Prise Zimt vermengen. Die Cantuccini grob zerbröseln.

Schritt 3: Nun alles abwechselnd in Gläser schichten. Am besten mit den Cantuccini beginnen, ansonsten können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Nach Belieben mit einem Schlag Sahne, weiteren Cantuccinibröseln und Pistazien garnieren. Mit etwas Zimt bestreuen – fertig!

So schnell lässt sich das Herz der italienischen Kulinarik in die heimische Küche zaubern.